E-tropolis Festival 2018 – Turbinenhalle Oberhausen

E-tropolis Festival 2018 – Turbinenhalle Oberhausen

Samstag 17.03 und mein erstes Festival für dieses Jahr stand an. Das E-tropolis ist für mich mittlerweile auch eines der Festivals geworden, welches für mich auch gleichzeitig wie ein “Familientreffen” ist, da ich mit den Veranstaltern, die übrigens auch für das Amphi Festival in Köln verantwortlich sind, schon seit Jahren zusammen arbeite und ich das Festival auch dieses Jahr wieder moderiert habe. Vorab, ich werde in diesem Bericht nur über Bands schreiben, die ich auch wirklich gesehen oder anmoderiert habe, da wir zwei Bühnen hatten und ich mich nicht zweiteilen konnte, also nicht wundern, dass ein paar Bands fehlen, was nicht heißt, dass diese nicht gut waren  😉

Bei der Ankunft in der Turbinenhalle ging schon die große Begrüßung los, da auch die Security und die Leute vom Merch langjährige Freunde/Bekannte sind ( da sind wir wieder beim Thema Familientreffen) und man war noch mitten in der Einweisung und den Merch am sortieren, da es eine Stunde vor “Doors open” war. Kurz durch die Halle gehuscht und in den Backstage rein, wo schon das immer gute Catering auf mich wartete, ok, leider auch auf viele andere 😉 Dort dann kurze “Hallo” Runde gedreht, kurze Lagebesprechung mit den Veranstaltern und dann den Stagemanager aufgesucht, damit ich meine Mikro für später parat hatte und noch ein paar Einzelheiten mit ihm abgesprochen. Langsam füllte sich auch der Backstage/Catering Bereich  mit den üblichen Verdächtigen und mein Magen füllte sich auch das erste mal 😉 Draußen war schon eine lange Schlange mit bibbernden Leuten, denn die “Russenpeitsche” hatte wieder gnadenlos zugeschlagen und wer die “Gruftis” kennt, der weiß, die haben auch gerne mal sehr wenig an 😉 Der Einlass verlief pünktlich und die Hallen füllten sich langsam. Wir waren dieses Jahr übrigens zum ersten mal mit 4500 Besuchern ausverkauft !! Dann ging es auch schon pünktlich um 14 Uhr mit meiner Begrüßung/Anmoderation los und Jäger 90 betraten mit Ihren Piloten Helmen die Bühne.

 

Jäger 90

Das Publikum musste erstmal mit ein paar EBM Beats wachgerüttelt werden und die “drei Schritte vor und drei Schritte zurück Fraktion” hatte ihren Spaß sich gegenseitig durch die Halle zu schubsen 😉 Mir war das Ganze ein bisschen zu cool aufgesetzt aber das war vielleicht auch Teil der Show und des Image. Insgesamt kam die Band aber als Opener sehr gut an, die Leute hatten Ihren Spaß und das ist die Hauptsache 🙂 Den Backdrop habe übrigens nicht ich falsch herum aufgehangen 😉

Forced to Mode

Nun kam eine Band, die ich seit Monaten schon live sehen wollte aber es irgendwie nie geschafft hatte und angeblich sind diese Jungs die beste Depeche Mode Cover Band Deutschlands, so sagt man. Ich war sehr gespannt was da jetzt kommt, da natürlich auch ich ein alter Depeche Mode Fan bin. Ich hatte die drei Jungs kurz vorher schon im Backstage kennengelernt (ich war zufällig im Catering;-) und der erste Eindruck war sehr sympatisch aber das heißt ja erstmal nichts. Dann ging es los und diese Band wird nicht umsonst als die beste Depeche Mode Cover Band betitelt !! Der Sound, der Gesang, es war so, als wenn Dave Gahan persönlich da steht und singt. Man konnte die Augen zu machen und man dachte, Depeche Mode beehren das E-tropolis Festival. Man kann jetzt darüber streiten, ob man eine Cover Band braucht oder nicht aber ich für meinen Teil kann nur sagen, geht dahin, wenn ihr auf den Sound von Depeche Mode steht oder diese Musikrichtung generell mögt. Das war an dem Tag echt mein erstes “Wow” Erlebnis !

 

Eisfabrik

Jetzt wurde das gruftige schwarz durch eine weiße Schneelandschaft durchzogen. Vier Herren in weißen Klamotten kamen auf die Bühne und ballerten sofort mit harten Beats los, dass die Halle bebte. Ich kenne die Jungs ja auch schon ein paar Jahre und ich schaue mir das Ganze immer wieder gerne an, da ich das Konzept einfach lustig finde. Ein Mann mit einem langen weißen Bart der singt, Schneekanonen, tanzende Menschen im Yeti Kostüm und einfach mal durchdrehen 🙂 Soundtechnisch war das Ganze richtig gut abgemischt, dadurch konnte man auch in einem Song besonders gut das “diddeldömm” Geräusch vom Windows Rechner hören, der wohl leider mitten im Song ein Update fahren wollte haha 🙂 Aber gerade solche Dinge sind doch sympatisch, wenn sie (mal) passieren oder ? Ich fand es natürlich sehr lustig 🙂 Das Ganze war sonst wie immer eine runde Sache.

Chrom

Diese Band verstehe ich von der Sprache her übrigens am besten, denn sie kommen auch aus dem Rheinland und haben den selben schönen Dialekt wie ich. Jedes mal wenn wir uns sehen hört man nur ” ja sischer dat”, “Schätzelein/Liebelein” und “Jehd et jod ?” 😉 Sie singen aber zum Glück auf Englisch und nicht auf Kölsch ! Sie waren bereits das zweite mal auf dem E-tropolis Festival und es gab wie immer tanzbare, basslastige Hymnen. ABER diesmal musste ich sogar nach 2 Songs wieder verschwinden, denn das Ganze hat so dermaßen gescheppert, dass es in den Ohren weh getan hat. Der Tontechniker hatte definitiv einen schlechten Tag ! Ansonsten war das wie immer ein solide Tanzrunde mit Chrom und der Ton wurde auch irgendwann besser.

 

Aesthetic Perfection

So langsam wurde es recht voll in der Haupthalle und auch ich habe mal angefangen ein Bier zu trinken 🙂 Zuvor hatte ich schon mit Daniel und Elliot ein bisschen geplaudert und freute mich persönlich sehr auf den Auftritt, da ich diese Band wirklich sehr geil finde. Für mich sind Aesthetic Perfection einfach liebe Chaoten, die richtig Bock darauf haben was sie machen. Daniel hatte wie immer in Sekunden das Publikum im Griff und Elliot hat die Keyboards zerlegt und auch ein Teil vom Equipment, da er Wasser umgestoßen hatte und seine Keyboards wie immer als Klettergerüst nutzte 😉 Ansonsten war das wie immer eine energiegeladene Show mit einem charismatischen Daniel Graves.

Frozen Plasma

Wie manche von Euch wissen, verbindet Vasi und mich eine mittlerweile gut 15 jährige Freundschaft und auch bei meinem eigenen Projekt X-Divide war er nicht ganz unbeteiligt. Ich kam so gerade noch pünktlich in der zweiten Halle an um Frozen Plasma anzumoderieren. Oder eher gesagt, ich kam die Bühne hoch um die Ecke und die beiden (Vasi & Felix) wollten gerade ein Selfie mit dem Publikum machen. Ich sage nur “Fotobombe” (siehe Bild unten) haha 🙂 Bei den beiden haue ich natürlich immer extra ein paar doofe Sprüche bei der Anmoderation raus, so auch diesmal. Das Set war wie immer einer melodische Tanzstunde mit Felix und kein Clubhit wurde ausgelassen und die Menge feierte die beiden richtig gut ab ! Sogar ein neuer Song wurde gespielt, der mir persönlich sehr gut gefallen hat aber leider habe ich den Titel vergessen haha. Respekt vor Felix, was der da an Figuren/Übungen auf der Bühne abliefert, da würde ich nach zwei Songs zusammenklappen. Könnte ich mir glatt das Fitnessstudio sparen, wenn ich noch hingehen würde 😉

 

Project Pitchfork

Auch eine Band, die mich seit gut 20 Jahren begleitet und man kann sie wohl auch als Urgestein der schwarzen Szene bezeichnen. Das erste mal habe ich sie Mitte der 90er gesehen und ihr Support damals war eine komische monotone Rockband namens Rammstein 🙂 Peter hatte ich zuvor wie immer schon gut gelaunt (also er, nicht ich;-) im Backstage begrüßt und auch den Rest der Bande. Ich finde es immer bewundernswert wieviel Energie dieser Mann immer noch hat und irgendwie wird diese Band nicht älter, auch Scheubi (mit neuer Frisur) sah richtig jung und fit aus. Und schwupps, bekam ich auch schon schlechte Laune, als ich in den Spiegel im Backstage reinschaute. Die Show war hammergeil mit drei!! Schlagzeugern und einer fetten LED Wand. Weder die alten Hits noch die neueren Werke kamen zu kurz und die Menge feierte ihre “Pitchies” ab! Auch der Sound war super gut gemischt.

 

VNV Nation

Jetzt kam der Headliner des Abend – VNV Nation. Ronan hatte ich kurz vorher schon im Catering getroffen (ja, das war auch dann das letzte mal, dass ich dort war) und er war recht gut gelaunt und recht entspannt. Nachdem Mark Jackson VNV Nation verlassen hatte, war ich gespannt wie das Ganze mit neuem Drummer usw rüberkommt, da Mark ja schon eine imposante Erscheinung auf der Bühne war und ja auch über 20 Jahre festes Mitglied bei VNV Nation. Ich habe diese Band schon so oft live gesehen, haben zusammen auf Festivals gespielt usw aber es gibt nicht viele Bands die das Publikum immer so schnell “im Griff” haben wie VNV. Man kann bei dieser Band einfach nicht still stehen bleiben und viele Ihrer Songs sind mittlerweile ja auch schon Klassiker. Aber sie sind vor allem tanzbar! Es war eine solide VNV Show mit einem neuen Drummer, der zwar kein Hüne wie Mark Jackson ist aber defintiv auch einen guten Job macht und Energie hat.




Das war auch schon fast mein Tag auf dem E-tropolis Festival 2018 und ich habe wie immer gute Freunde/Bekannte getroffen und wir hatten eine Menge Spaß 🙂 Die Aftershow Party habe ich nur noch kurz mitgenommen, da ich echt platt war und auch gegen Abend mir das ein oder andere Feierabend Bier genehmigt hatte 😉

Wo man noch dran arbeiten müsste, wäre, dass man das vielleicht mit der Kälte in der Halle irgendwie in den Griff bekommt und auf jeden Fall den ganzen Plastikmüll vermeidet durch die zig Becher, die auf dem Boden landeten!

Ansonsten war es wie immer ein sehr gut organisiertes Festival mit tollen Menschen und am 16.03.2019 ist das nächste E-tropolis Festival und ich denke auch da werde ich Euch wieder von der Bühne aus begrüßen 😉

Beste Grüße und bis zum nächsten Bericht,

Jens

Homepage: E-tropolis

Fotos: Daniela Vorndran und Patrick Beerhorst

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